
Trinkwasser ist eines der am besten überwachten Lebensmittel überhaupt. Unsere Mitarbeitenden entnehmen regelmässig an rund hundert Stellen Wasserproben. Die Fachleute im Labor analysieren und beurteilen das Wasser bis ins Detail.
Das Trinkwasser als Naturprodukt enthält Spurenelemente, die lebensnotwendig sind – zum Beispiel Magnesium und Kalzium. Andererseits können Fremdstoffe darin vorkommen, die schädlich sein könnten. Es handelt sich dabei um unvorstellbar kleine Konzentrationen im Nanogramm-Bereich (2–100 Nanogramm). In diesem tiefsten Konzentrationsbereich (0.000000001 Gramm pro Liter) liegen organische Spurenstoffe vor, die das IWB Wasserlabor dank modernster Ausrüstung bestimmen kann. Viele, aber nicht alle Spurenstoffe lassen sich durch Aktivkohlefiltration aus dem Wasser entfernen. Das gesamte Trinkwasser aus den Langen Erlen und aus dem Hardwald wird entsprechend sorgfältig aufbereitet. So kann IWB gewährleisten, dass das wichtigste Lebensmittel in Basel gesund ist und sowohl den gesetzlichen als auch den eigenen – höheren – Anforderungen an die Wasserqualität entspricht.
Qualitätsdaten und Inhaltsstoffe des Trinkwassers
pH-Wert | Wasserhärte | Härte |
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7.8 | 17.4 °fH, 9.7 °dH resp. 1.7 mmol/L | mittelhart |
Stoff | in 1 Liter Trinkwasser* | Täglicher Bedarf | Wirkung |
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Hydrogencarbonat | 181 mg | 3000 mg | Säure-Basen-Haushalt |
Calcium | 57.8 mg | 800 mg | Aufbau von Knochen und Zähnen sowie für die Blutgerinnung und die Muskeltätigkeit |
Sulfat | 29.2 mg | 100 mg | Gallen- und Darmtätigkeit |
Chlorid |
16.5 mg | 830 mg | Säure-Basen-Haushalt |
Natrium | 14.4 mg | 550 mg | Säure-Basen-Haushalt |
Magnesium | 7.8 mg | 500 mg | Knochenaufbau, Enzymaufbau. Verhindert Muskelkrämpfe |
Nitrat | 7.8 mg | 40 mg/L** | Nährstoff für Pflanzen |
Kieselsäure | 3.1 mg | 10-40 mg | Knorpel, Bindegewebe, Knochen, Haare, Zähne, Nägel |
Kalium | 1.9 mg | 2000 mg | Funktionsfähigkeit der Zellen, besondere Nerven und Muskeln |
Fluorid | 0.15 mg | 1.5 mg** |
Knochen und Zähne, kein Zusatz im Trinkwasser |
Aluminium | <0.006 mg | 0.2mg/L** | natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers, entbehrlich |
*Mittelwert 2023
**Höchstwert nach Trinkwasserverordnung (TBDV)
Bakteriologie
Aerobe, mesophile Keime | 0 KBE/mL |
E.coli | 0 KBE/100mL |
Enterokokken | 0 KBE/100mL |
KBE: Kolonienbildende Einheiten (Anzahl Bakterien). Mittelwerte aus den Untersuchungen der Trinkwasserabgabestelle Lange Erlen des Jahres 2023. Alle Resultate entsprachen den gesetzlichen Anforderungen
Angebot des IWB Wasserlabors
Qualitätsanforderungen an Trinkwasser
Die geforderten Qualitätswerte an Trinkwasser sind in der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV) festgeschrieben.
Höchstwerte
Seit dem 01.05.2017 gilt in der Schweiz eine neue Lebensmittelgesetzgebung. Die neuen Bestimmungen orientieren sich weitgehend am EU-Recht. Grundlegende Änderungen ergeben sich durch den Wegfall des Toleranz- und Grenzwertkonzeptes. An dessen Stelle tritt das Höchstwertkonzept. Dies bedeutet keine strikte Trennung mehr zwischen Werten, deren Überschreitung eine Gesundheitsgefährdung bewirken und Werten, welche die «gute Herstellungspraxis» konkretisieren. In Sachen Trinkwasser setzt sich IWB für eine «glasklare» Kommunikation ein. Denn Vertrauen zum Wasser bedeutet an erster Stelle eines: Vertrauen in die dahinterstehenden Unternehmen und Behörden.
Zielwert
Der Zielwert funktioniert als Kontrollschwelle. Übersteigt ein Messwert den Zielwert, löst das IWB-intern eine Reihe von Massnahmen aus. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Trinkwasserbrunnen vorsorglich abgeschaltet wird oder zusätzliche Reinigungen veranlasst werden. Übrigens: Der Zielwert liegt mit wenigen Ausnahmen unter den gesetzlichen Höchstwerten – und ersetzt sie gar dort, wo diese fehlen. Somit sind wir noch strenger als die Gesetzgebung. Daran ändert sich auch mit den neuen gesetzlichen Vorgaben nichts.
Fluoridierung
Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat im Jahr 2003 entschieden, die Fluoridierung des Trinkwassers als Massnahme zur Karies-Prophylaxe aufzuheben. Seit dem 01.07.2003 wird dem Basler Trinkwasser kein Fluorid mehr zugesetzt. Bevor das Wasser jedoch in das Trinkwassernetz geleitet wird, erfolgt eine Desinfektion mit ultraviolettem Licht.