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Die Wärmewende

IWB macht die klimaneutrale Wärmeversorgung zu einem Kernbestandteil ihrer Strategie. In Basel ist der Transformationsprozess schon sichtbar, doch auch ausserhalb ist das Unternehmen bereit.

 

Text: Paul Drzimalla; Fotos: Timo Orubolo

 

Die Veränderung ist heute schon sichtbar. An verschiedenen Orten in der Region Basel wird an der Wärmeversorgung der Zukunft gebaut. In Kleinbasel ist mit dem Speicher Dolder ein riesiger Puffer für das Fernwärmenetz entstanden, im Basler Lehenmattquartier liegen demnächst die ersten Leitungen des neuen Wärmeverbundes Lehenmatt, und gleich neben dem Bahnhof Basel SBB wird in den nächsten Jahren das Heizkraftwerk von Erdgas teilweise auf Holzpellets umgestellt. Das Ziel, das all diese Vorhaben vereint: klimafreundliche Wärme. Ohne Öl und Gas, dafür mit Holz, Kehricht und Umweltwärme.

 

Die Transformation ist die Antwort

All dies ist kein Zufall. IWB bietet schon lange klimafreundliche Wärme an – etwa mit dem Basler Fernwärmenetz, aber auch mit der Heizung zum Leasen, auch bekannt als Wärmebox zum Beispiel in Verbindung mit einer Wärmepumpe – und baut dieses Angebot für ihre Kunden stetig aus. In Zukunft wird sich dieser Prozess aber beschleunigen, denn das Unternehmen hat die Versorgung mit erneuerbarer Wärme in und ausserhalb von Basel-Stadt in seiner Strategie festgeschrieben. «Wir reden im Zusammenhang mit der Wärmeversorgung bewusst von einer Transformation», kommentiert Urs Steiner, Präsident des Verwaltungsrats von IWB. «Denn es ist ein umfassender, tiefgreifender Prozess. Keine blosse Evolution, aber auch keine Revolution – IWB will die Umstellung der Wärmeversorgung geplant und gemeinsam mit den Kunden angehen.»

«Wenn wir etwas mit unseren Kunden planen, können sie auch in 20 Jahren mit uns rechnen.»

Urs Steiner, Präsident des Verwaltungsrates, IWB

Dafür, dass die Wärmetransformation eine solche prominente Position in der IWB-Strategie erhält, gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist dies die immer drängendere Notwendigkeit der Dekarbonisierung. Sollen die Klimaziele von Paris eingehalten werden, ist eine schnelle Umstellung auf erneuerbare Energieträger zwingend, nicht zuletzt in der Wärmeversorgung, die für etwa einen Viertel der Schweizer Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Zum anderen betreibt IWB in Basel ein Gasnetz, für das in den nächsten Jahren grosse Ersatzinvestitionen anstehen würden. Und zuletzt hat IWB viele bestehende Kunden, die wissen wollen, wie ihre Wärmeversorgung zukunftsfähig wird. Mit der Strategie gibt ihnen IWB die Antwort: mit zunehmend erneuerbarer Energie und einer zuverlässigen Versorgerin.

 

Versorgung garantieren, Lösungen suchen

Bereits weit fortgeschritten ist die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Basel. «Das sehr strenge Basler Energiegesetz gibt IWB einen klaren Auftrag. Diesen führen wir aus», sagt Steiner weiter. IWB vergrössert und verdichtet darum das Fernwärmenetz. Der Energierichtplan des Kantons Basel-Stadt gibt dabei die nötige Planungssicherheit und zeigt auf, wo in Zukunft welche Wärmequelle infrage kommt. Klar ist aber: Öl und Gas werden schrittweise durch erneuerbare Energien ersetzt.

Heute versorgt IWB jedoch auch ausserhalb von Basel-Stadt viele Kunden mit Erdgas. Auch in Zukunft will sie IWB versorgen. Urs Steiner stellt klar: «Es ist wichtig zu betonen, dass IWB ihren Kunden die Wärmetransformation nicht aufzwingt. Wir sind eine Dienstleisterin, die Kundenbedürfnisse erfüllt und Versorgungsaufträge wahrnimmt.» Dort, wo Erdgas nachgefragt werde und regula-torisch nichts dagegenspreche, werde IWB dies liefern. Gleichzeitig suche das Unternehmen gemeinsam mit Kunden, die Wärme aus erneuerbaren Quellen wünschen, nach Lösungen dafür. IWB rechne damit, dass dies schon bald viele Kunden seien. «Das, was in Basel klimapolitisch passiert ist, wird früher oder später in vielen anderen Kantonen und Gemeinden der Schweiz gelten», kommentiert Steiner. «Ich bin überzeugt, dass Basel die Spitze einer regulatorischen Welle ist, die unaufhaltsam heranrollt.»

 

Bereit für die lange Frist

Doch auch in Basel-Stadt ist die Wärmetransformation noch lange nicht abgeschlossen. Die Fernwärme komplett auf erneuerbare Energien umzustellen, bleibt eine grosse Aufgabe, die mit jedem Prozent, das bis zur Klimaneutralität fehlt, anspruchsvoller wird. Gleichzeitig gibt es noch viele Haushalte, die eine andere Wärmequelle als die Fernwärme benötigen und auch erhalten. So werden in den nächsten Jahren etwa vermehrt lokale Wärmeverbünde entstehen. «Die Stärke von IWB ist ihre Erfahrung», meint Urs Steiner abschliessend. «Wir kennen und beherrschen die verschiedenen Technologien, um kleine wie grosse Gebiete mit erneuerbarer Wärme zu versorgen. Zudem ist IWB verlässlich; wenn wir etwas mit unseren Kunden planen, können sie auch in zwanzig Jahren noch auf uns zählen.» 

IWB hat die Versorgung mit erneuerbarer Wärme in und ausserhalb von Basel-Stadt in ihrer Strategie festgeschrieben.


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