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Plakate sind überall zu sehen. Sie verführen, sind marktschreierisch oder nüchtern. Sie provozieren, schockieren und wollen Aufmerksamkeit. Die Erfindung der Lithographie und das zunehmende Produktangebot, das verkauft sein will, haben das Plakat gross gemacht. Die Plakatgrafik war jahrelang eine Basler Spezialität; bereits 1917 wurde eine „Fachklasse für Gebrauchsgraphik“ an der damaligen Allgemeinen Gewerbeschule, heute Schule für Gestaltung, eingerichtet.
Seit über 100 Jahren sorgt die Allgemeine Plakat-Gesellschaft (APG) für die Platzierung im öffentlichen Raum - sei es an Plätzen, an Litfass-Säulen oder grossen Leuchtwänden wie im Basler Bahnhof. In Basel-Stadt gibt es über 3000 Plakatstellen, die in einem Rhytmus von 7, 14 oder 21 Tagen von den Afficheuren bedient werden. Vor Wahlen und Abstimmungen kommen temporär noch 500 weitere Stellen dazu. Bis zu 180 Plakate pro Tag schlägt ein Afficheur der APG an. Aber nicht nur bei der Präsentation der Plakate ist die APG ganz vorne mit dabei, auch im Umwelt- und Klimaschutz zeigt sie ein besonderes Engagement, denn sie fördert gezielt Zukunftsenergien. Sie betriebt neben den IWB die grösste Erdgasflotte der Schweiz. Seit 2004 konnte die gesamte APG-Umweltbelastung um 20 Prozent reduziert werden. Der eingekaufte Strom stammt aus zum Beispiel «naturemade star»-Produktion und die Leuchtwerbung wird zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben. Auch bei der Heizenergie und der Entsorgung alter Plakate wird auf die Umwelt geachtet.
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