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Versorgungssicherheit
Der frequenzabhängige Lastabwurf (UFLS*) - eine Massnahme gegen flächendeckende Stromausfälle.
Die Schweizer Elektrizitätswerke führen bis 2008 den frequenzabhängigen Lastabwurf ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zur Aufrechterhaltung der Stromversorgung.
Sinkt die Netzfrequenz (der Ballon), werden Teile des Stromnetzes abgeschaltet (Last abgeworfen), um den Absturz zu verhindern.
Durch externe Einflüsse (Unwetter, Bauarbeiten, Überlastung) kann das Netz instabil werden. Jeder Übertragungsnetzbetreiber im In- und Ausland ist verpflichtet, solche Schwankungen in seinem Höchstspannungsnetz mit vorbereiteten Massnahmen aufzufangen. Sinkt die Frequenz unter 50 Hertz, werden zuerst Leistungsreserven aktiviert. Nützt diese Massnahme zu wenig, werden als nächstes die Pumpen der Speicherseen abgeschaltet.
Sinkt die Frequenz auch dann weiter ab, droht das Netz zu kollabieren. Jetzt greift der so genannte frequenzabhängige Lastabwurf: Wie bei einem sinkenden Ballon wird "Last" abgeworfen, das heisst es werden Teile des Netzes abgeschaltet um den Stromverbrauch und damit die Netzbelastung zu senken.

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* UFLS kommt aus dem Englischen und heisst "Underfrequency Load Shedding", auf deutsch "automatischer frequenzgesteuerter Lastabwurf".
Der frequenzabhängige Lastabwurf ist gewissermassen der letzte Rettungsanker bei einer grossen Störung. Bei der Unterschreitung von 49 Hertz muss jeder Netzbetreiber in 0,3-Hertz-Schritten jeweils 10 bis 15% des Strombedarfs abschalten. Da die Reaktionszeit sehr kurz sein muss, erfolgt die Abschaltung automatisch.
Die IWB haben ihr Versorgungsgebiet dazu in unabhängige Gebiete unterteilt und diese in sieben Gruppen zusammengefasst. Die Rangfolge unter den Gruppen wechselt jährlich, maximal sind vier Gruppen pro Jahr abgestuft in den Lastabwurf integriert. Die Wahrscheinlichkeit von einem solchen Versorgungsausfall betroffen zu sein, ist damit für alle Stromkonsumenten gleich gross. Nach dem Einsatz dieser "Notbremse" wird die ursprüngliche Netzfrequenz von 50 Hertz wieder hergestellt und die abgeschalteten Kunden können innerhalb von Minuten oder Stunden wieder mit Strom versorgt werden.

Merkblatt zum Lastabwurf (PDF 82KB)
Die Übertragungsleitungen der Schweiz. Rot: Leitungen 380 kV, Grün: Leitungen 220 kV. Punkte: Unterwerke. Wenn diese Leitungen im Fall einer Störung intakt bleiben, kann das Netz umso schneller wieder hergestellt werden.
Fragen und Antworten zum frequenzabhängigen Lastabwurf

Weitere Informationen: Swissgrid (Gesellschaft der Schweizer Übertragungsnetzbetreiber)
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